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Auszug aus der Festschrift zum 60jährigen Jubiläum.

Im Juli des Jahres 1920 wurde der Verein in der Werkstatt des Tischlermeisters Pape aus der Taufe gehoben. Der bei Meister Pape arbeitende, aus Leipzig stammende Tischlerlehrling Erich Burkhard, ein begeisterter Fußballer, gab den "Anstoß" hierzu. Eine Anzahl weiterer Fußballfreunde, darunter Willi Lohmann, August Fasana, Richard Stobbe, Hermann Mahler, Fritz Best, Ernst Biewig, Heinrich Heissmann, Karl Dammann, Karl Schütte und Franz Elzholz trafen sich regelmäßig bei Meister Pape und ohne große Debatte wurde der Verein gegründet, dem man in Bezug auf die Siegesgöttin den Namen "Viktoria" gab.
Und man darf sagen, im Laufe der Jahre hat diese "launische Dame" dem Verein oft zugelächelt.

Ein Ball und die nötige Sportkleidung wurden bald aus eigenen Mitteln beschafft. Es ergaben sich aber bald Schwierigkeiten wegen des Platzes. Die damaligen Stadtväter hatten kein Interesse am Sport, man stellte kein Gelände zur Verfügung, obwohl genügend Möglichkeiten vorhanden waren.

So mussten die Spieler jeweils bis zum Herbst, nach der zweiten Heuernte, warten um dann ihre Spiele auf der so genannten "Herrenweide", jenseits der Aller austragen zu können. Im Frühjahr musste man dann wieder auf diesen Platz verzichten. Von den Ratsherren war vorgeschlagen worden, im Torfmoor zu spielen. Das war natürlich unmöglich. Die Gemeinde Altenwahlingen zeigte mehr Verständnis für Rethems Fußballer und verpachtete dem Verein ein Gelände am Altenwahlinger Bahnhof, wo man dann, drei Kilometer von Rethem entfernt, ab 1921 Fußball spielen konnte. Es bestand bis dahin nur eine Fußballmannschaft, die sich aber nach kurzem Training schon bis über die Kreisgrenzen nach außerhalb wagte. Und das immer hübsch mit dem Fahrrad. Bereits im Oktober 1920 startete man in Rethem ein Sportfest, welches dem Verein einen gewaltigen Zuwachs an Mitgliedern brachte. Der größte Teil kam aus dem damals noch bestehenden Turnverein "Jahn". Darüber gab es aber mehr als einmal Streitigkeiten. Zwei Fußballmannschaften und eine Jugendmannschaft waren jetzt das sportliche Fundament des Vereins. Im Jahre 1922 wurde dem Verein ein Platz am Fährsee von dem Besitzer des Restaurants zur Verfügung gestellt. Nun hatten es die Sportler nicht mehr so weit. Erst im Jahre 1923 fanden auch Rethems Stadtväter mehr Verständnis und verpachteten dem Verein eine Wiese auf dem "Senster", in unmittelbarer Stadtnähe. Diese vier Morgen große Wiese wurde aber vom Verein aus Geldmangel wieder an den Musiker Warnke verpachtet. In den Jahren 1924 bis 1926 wurden noch eine weitere Jugendmannschaft und eine Schülermannschaft aufgestellt. Und im Inflationsjahr 1923 wurde dann eine Vereinsfahne angeschafft, für den Preis von 4 Millionen Mark.

Im Jahre 1926 wurde eine Schwimmabteilung gegründet. Diese erwarb sich besten Ruf bis weit über die Kreisgrenzen hinaus. Trainingsgelegenheit war am Fährsee. Es gelang dem Sportler Fritz Best im Jahre 1926 die Gaumeisterschaft des Gaues Weser-Ems im 100-m-Brustschwimmen zu erringen und in den Jahren 1927 und 1928 sicherte er sich über die gleiche Strecke den Titel eines Kreismeisters. Noch mehrere Namen sind hier zu nennen. Fritz Hillmann als bester Jugendschwimmer im Gau, Ernst Hörmann als bester Rückenschwimmer, Herbert Namendorf als bester Springer. In diesen Jahren stand auch der Fußballsport auf der Höhe. In den Jahren 1923 1933 erwarben sich Lehresr Schween, Otto Schacht und der Sparkassenangestellte Willi Rotermund besondere Verdienste als Trainer. Nicht selten standen Rethems Fußballer vor der Kreismeisterschaft. Die Reisen der Fußballer - immer noch per Fahrrad - führten bis nach Harburg. Wenn es zu weit war, die Fahrt an einem Tage zu schaffen, blieb man zwei Tage fort. Es gab in Rethem Fußballer, die in weitestem Umkreis bekannt waren, darunter die Gebrüder Lindemann, Julius Henke, Willi Bruns, Gebrüder Gümmer, Gebrüder Stecher, Rudolf Thursch und Arno Fritsche.

Im Jahre 1926 begannen die Fusionsverhandlungen mit dem Turnverein "Jahr". Es kam aber zu keiner Einigung, da die Viktorianer getrennte Kassen wünschten und die Turner eine Kasse.

Im Jahre 1933 kam der Arbeitsdienst nach Rethem und begann am Londy Park im Verein mit der Stadt einen neuen Sportplatz zu bauen, der im Jahre 1935 seiner Bestimmung übergeben wurde. Leider begann der Verein im Jahre 1933 zu zerfallen. Schuld daran waren politische Gründe.

Eine Kuriosität sollte nicht unerwähnt bleiben: bei den Kämpfen um Rethem im Jahre 1945 wurde die Vereinsfahne von Engländern aus der Wohnung des damaligen Vorsitzenden Heinrich Heissmann als Trophäe mitgenommen.

Im Jahre 1945 wurde dann der Sportverein von Fritz Best wieder ins Leben gerufen. Bis auf die Sportler, die im Kriege geblieben waren, kamen alle wieder. Man trieb Fußball, Handball und Schwimmsport. Rethems Schwimmer starteten damals in Bremen, Achim, Walsrode, Fallingbostel, Nienburg, Stolzenau, Verden und Hemelingen, sie waren über die Kreisgrenzen hinaus bekannt. Bald aber schlief der Schwimmsport wieder ein, da niemand da war, der den nötigen Auftrieb gab. Und seit dieser Zeit wird in Rethem diese Sportart nicht mehr betrieben.

Mit der Wiederaufnahme des Rasensports wurde der von Panzern total zerwühlte Sportplatz von den Sportlern wieder instand gesetzt. Im Jahre 1947 beschloss der Stadtrat einen grundlegenden Umbau des Sportplatzes. Der Fußballplatz wurde in Nord-Süd-Richtung gelegt und mit einer Aschenbahn versehen. Mit dieser Maßnahme war der Rethemer Sportplatz damals einer der besten im Landkreis. Im gleichen Jahr begannen Rethems Fußballer im Kreis Verden zu spielen. Die Verkehrsverbindungen waren nach dort ungleich günstiger als in den eigenen Kreis. Man fühlte sich auch in Bezug auf "Zuteilungen" im Landkreis Fallingbostel sehr zurückgesetzt. Erst ab 1950 spielte man wieder im Kreis Fallingbostel. Eine Tischtennisabteilung wurde 1946 gegründet, die im Gasthaus Stünkel spielte. Sie bestand damals aus zwei Herren- und einer Damenmannschaft. Auch diese Sparte konnte sich einen guten Ruf erwerben. 1948 wurde eine Gesangsabteilung gegründet, die sich dann 1949 als Gemischter Chor "Concordia" selbständig machte. Eine sehr deutliche Ausweitung des Sports erfuhr der Verein mit dem Bau der Turnhalle im Jahre 1952/53, den die Stadt durchführen ließ.

Neben dem Rasensport erhielt nun auch der Hallensport Gewicht. Tischtennis, Leichtathletik, Frauen- und Männerturnen sowie die Kinderabteilung haben hier ihr Domizil gefunden. Der Umbau und die Modernisierung dieser Halle im Jahre 1967 schufen ausreichend Platz für diese Sportarten. Noch einmal hat die Stadt 1968/69 den Sportplatz umbauen und damit verbessern lassen. Nicht nur Fußball, sondern alle Arten Rasensport haben auf dieser Anlage ihre Pflegestätte gefunden, die zur Zeit wieder viel zu eng geworden ist, denn die Lust am Sport wächst und wächst und wächst.

Am 6. Mai 1978 wurde dann die neue Rethemer Sporthalle, gebaut durch den Landkreis, eingeweiht. Landrat Buhr bezeichnete damals den Bau dieser Halle als Meilenstein in der Geschichte des Rethemer Sportes. Für den Hallensport ist damit alles mögliche getan worden.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 26. Januar 2012 21:14

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